56. Bezirksmusikfest beschert Prien Traum-Sonntag

Prien (hö) – „Bayern, wie es bayerischer und festlicher nicht sein kann!“ – diese Feststellung traf den Charakter, den das Bezirksmusikfest des Musikbundes Ober- und Niederbayern, Bezirk Inn-Chiemgau am 190. Geburtstag der Priener Blaskapelle prägte. Rund 1.000 Blasmusikerinnen und Blasmusiker aus 27 Kapellen fanden sich ein, um miteinander und füreinander zu feiern. Viel Lob gab es dabei für die Blaskapelle und die Feuerwehr als die Organisatoren der Priener Festwochen, denn der Festtag lief ab wie am Schnürchen.

Der erste Tages-Höhepunkt  war ein ökumenischer Gottesdienst im Obstgarten vor dem Haus von Resi Bartl. Der vom Trachtenverein Hittenkirchen zur Verfügung gestellte Feldaltar wurde unter der Anleitung von Markus Stocker aufgebaut. Pfarrerin Sabrina Hoppe von der Evangelischen Kirchengemeinde feierte den Gottesdienst mit Pfarrer Klaus Hofstetter von der Katholischen Pfarrgemeinde (die Neuapostolischen Kirchenvertreter waren zeitgleich in Düsseldorf und konnten deshalb nicht dabei sein). „Unausgeschlafen, frisch, frei und fröhlich sind wir hier zusammengekommen und wollen Dienst an Gott feiern“, so Pfarrer Hofstetter, dem Pfarrerin Hoppe gemäß dem Evangelium vom reichen Fischfang hinzufügte: „Musik und Töne können Traurigkeit vertreiben, deswegen ist zu empfehlen: Ab durch die Mitte in D-Dur und damit weg vom Alltags-Chaos, reden wir die Gegenwart nicht klein, sondern spielen und singen wir Lieder zum Aufstehen“. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Festmusikkapelle Prien unter der Leitung ihres Dirigenten Stefan Fußeder mit der vor gut 20 Jahren von Sebastian Weyerer eigens für die Priener Blaskapelle komponierten Festmesse. Sebastian Weyerer, der langjährige Dirigent der Blaskapelle gehörte zu den Ehrengästen. Weitere Ehrengäste waren Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, die Bezirksräte Sebastian Friesinger und Sepp Hofer, Landkreis-Kulturreferent Christoph Maier-Gehring sowie die drei Priener Bürgermeister Jürgen Seifert, Hans-Jürgen Schuster und Alfred Schelhas. In ihren Grußworten gratulierten die geschäftsführende Präsidentin des Musikbundes Ober- und Niederbayern Friederike Steinberger („Bei diesem heutigen Anblick ist die Heimat Oberbayern sicht-, spür-, hör- und erlebbar“) und Dieter Kannengießer als stellvertretender Rosenheimer Landrat („So viele Musiker sind einfach eine Freude“) der Priener Blaskapelle zu ihrem Jubiläum. Bürgermeister und Schirmherr Jürgen Seifert dankte der Priener Blaskapelle dafür, dass sie in ihrer langen Geschichte ihren Heimatort Prien weltweit mit Auftritten bis Amerika und China gut vertreten hat. „Ohne Musik wäre alles Nichts“ – mit diesem Satz von Wolfgang Amadeus Mozart beendete Seifert sein Grußwort. Alsdann gab es drei Choräle, an denen sich alle anwesenden Musikanten aktiv beteiligten. Das erste Stück „Fest der Freude“ dirigierte Bezirks-Dirigent Christoph Danner, dann gab Stefan Fußeder den Takt an beim Marsch „Berglandkinder“ und schließlich dirigierte Michaela Haindl den von ihr selbst komponierten Landkreis-Marsch „Mein Rosenheimer Land“. Den Abschluss bildete die gemeinsam gesungene Bayernhymne, dabei stand am Dirigentenpult der MON-Verbandsjugendleiter Benedikt Paul. Ehe sich der Festzug von Trautersdorf los bewegte, bedankte sich Musikvorstand Stefan Hackenberg für den erfahrenen Zusammenhalt bei den Vorbereitungen sowie bei den Musikanten und Besuchern für ihr zahlreiches Kommen. Die Kollekte des Gottesdienstes stellt die Blaskapelle Prien der Kirchenmusik, der Chiemseer Tafel und der Hospiz-Arbeit zur Verfügung.

 Farbenfroh, mit viel Blasmusik, mit zwei Festkutschen für die Geistlichkeit und für die Bürgermeister sowie mit einem eigenen Festwagen der Blaskapelle ging der Festzug von Trautersdorf in die Priener Ortsmitte und von dort auf der neu geteerten Bernauer Straße zum Festzelt. Dort erklang abermals Blasmusik und der Tag klang mit kulinarischer Einkehr, mit Besuch der Kaffeestube oder der Bar und mit vielen Gesprächen aus. 


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